Richtigstellung zu dem Vorfall in Brela
Hiermit wird eine Meldung der offiziellen Medien durch einen Betroffenen der Familie richtig gestellt und der Vorfall so geschildert wie er sich wirklich zugetragen hat.
Hallo,
ich bin einer der Söhne und möchte das ganze Forum auf den aktuellen und richtigen Stand bringen, da die Pressemitteilungen nicht der Realität entsprechen. Ich werde unsere Sicht der Dinge jetzt ganz detailliert darstellen, um jegliche Missverständnisse zu beseitigen und zu vermeiden. Ob es sich hier um Rechthaberei, deutsche Maßregelung, handelt, muss dann jeder für sich selbst entscheiden…
Mittwoch, 16.09. ca. 14:30 Uhr
Wir waren an diesem Tag um ca. halb drei auf dem Weg zum Strand über der Promenade, also war der Bereich auch keine Fußgängerzone, die Straße ist dort nur extrem schmal und ein Bürgersteig existiert nicht. Meine Eltern liefen ca. 3 Meter vor mir und meinem Bruder. Plötzlich kam von Richtung Mediteran ein roter BMW angerast. Meine Eltern mussten zur Seite springen um nicht von diesem Auto erfasst zu werden. Meine Mutter beschied ihm nur per Handzeichen langsamer zu fahren.
Der Fahrer war entgegen den öffentlichen Darstellungen der junge Sosic, der soweit wir im nachhinein erfahren haben, noch nicht ein Mal einen Führerschein besitzt und deshalb behauptet hat, dass sein Vater gefahren sei. Der junge Sosic bremste nun und sprang wirklich aggressiv aus dem Auto und ging auf meinen Vater zu. Mein Bruder stellte sich zwischen die beiden, wobei keine Handgreiflichkeiten oder Schläge ausgetauscht wurden. Sosic fragte, wo das Problem liege und wir sagten ihm, dass er auf solch einer Straße langsamer fahren müsse, da hier auch häufig kleinere Kinder spielen. Der junge Fahrer sagte, dass es ok sei, gab meinem Vater die Hand und fuhr wieder davon.
Diese Szene beobachten auch schon viele Zeugen, die klarstellen können, dass es zu keinerlei Schlägen oder sonstigen Handgreiflichkeiten gekommen war. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt das Erste Mal Kontakt zu dieser Familie. Es gibt keinerlei Vorgeschichte, wir waren auch noch nie in diesem Restaurant. Wir wussten nichts um die Probleme mit dieser Familie.
Wir gingen dann weiter unbekümmert zum Strand, da die Situation für uns erledigt schien. Nach ca. 5 Minuten kamen dann aber die vier Männer johlend die Treppe heruntergerannt. Einer der Männer, welcher sich später als der Zwillingsbruder des jungen Sosic herausstellte, schwang eine Eisenstange durch die Luft.
Der junge Sosic hatte einen Schlagring an der Hand. Die vier Männer rannten auf den Strand zu, ohne weiter mit uns zu sprechen, und fingen sofort an, auf uns einzuschlagen. Vater Sosic schlug meiner Mutter mit der Hand ins Gesicht. Der Junge mit der Eisenstange ging direkt auf mich los, ich lief rückwärts Richtung Meer und versuchte ihn zu beruhigen. Als ich im Meer angekommen war stolpere ich über den Felsen und fiel rückwärts mit dem Rücken auf ihn und dann ins Wasser. Ich kam aufgrund der Aufregung und des Wellengangs nicht mehr auf die Füße. Der junge Mann schlug mit der Eisenstange auf mich ein. Ich konnte meinen Kopf noch im letzten Moment mit meinem Arm schützen.
In diesem Moment kämpfte mein Vater mit einem der anderen Männer, sah meine Situation, riss sich von seinem Angreifer los und kam von hinten auf meinen Angreifer zugerannt und riss ihn von mir weg.
Währendessen lag mein Bruder auf dem Boden, wurde von einem der Täter gewürgt, während der junge Sosic mit dem Schlagring auf ihn einschlug. Nach der Szene im Wasser stolperte ich wieder Richtung Strand um ihm zu helfen. Die Situation löste sich zu diesem Moment durch das extrem tapfere einschreiten einer älteren Frau etwas auf. Doch der junge Mann mit der Eisenstange konnte sich nicht beruhigen, schlug weiter mit der Eisenstange auf meinen Vater und meinen Bruder ein. Meine Mutter stellte sich dann zwischen den Angreifer und meinen Bruder.
Der Täter drohte ihr immer wieder mit der Eisenstange, machte ausholende Bewegungen. Die anderen Täter hatten sich nun in den Hintergrund zurückgezogen und schienen nun auch auf den jungen Mann mit der Eisenstange einzureden. Dieser reagierte nun und die Täter verschwanden so schnell wie sie gekommen waren.
Die ältere Frau sagte, dass Sie noch nie einen derarten Hass in den Augen eines Menschen gesehen hatte und das sie dachte, dass diese Männer uns totschlagen. Wir gingen nun so schnell wie möglich zu unseren Zimmern. Einer der Anwohner verständigte auf unseren Wunsch hin die Polizei und ein anderer hatte sich auch das Nummernschild des BMW’s notiert. Als wir an unserer Unterkunft ankamen wartete schon die Polizei auf uns.
Wir wurden nun im Krankenhaus in Makaskar behandelt. Von dort wurden wir nach Split zum Röntgen ins Krankenhaus geschickt um Knochenbrüche zu ermitteln, da wir große Hämatome, verstauchte und dick angeschwollene Hände und Finger hatten. Desweiteren war mein Rücken ziemlich augeschürft und auch mein Bruder hatte eine aufgeplatzte Lippe und blutende Schürfwunden am Hals. Wir hatten aber insgesamt für die brutalität der Täter extrem viel Glück, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.
Im Nachhinein wären wir so schnell nicht wieder nach Deutschland gekommen, hätten sich die deutsche Botschaft, welche uns eine deutschsprachige Rechtsanwältin vermittelte, und auch ansässige Anwohner nicht so intensiv für uns eingesetzt. Die Polizei in Makaskar schien mit den Tätern bekannt zu sein.
Wir schliefen nun jede Nacht in einem anderen Hotel in Split und Trogir, da wir uns nicht geschützt und sicher fühlten. Wir wurden bis Samstags festgehalten und durften nicht ausreisen,da wir eine Anzeige der Polizei wegen Störung der öffentlichen Ruhe erhielten, da meine Mutter am Strand laut um Hilfe gerufen hatte. Unsere Anwältin konnte dies auch nicht fassen und schaffte diese Anzeige dann auch aus dem Weg.
Die Polizei und das Gericht in Makaskar hätte diesen Vorfall gerne als eine Rangelei dargestellt. In Wahrheit handelte es sich um einen bewaffneten Überfall, bei welchem die Täter brutalst vorgingen. Bis heute hat sich noch keine öffentliche Stelle, mit Ausnahme des örtlichen Touristikverbandes, bei uns gemeldet. Wir hatten bis heute noch keinerlei Kontakt zum Tourismusminister.
Abschließend möchten wir aber noch klarstellen, dass wir bis heute und auch nach dem Vorfall nur aüßerst freundlichen kroatischen Bürgern begegnet sind. Dass die Menschen in Brela nichts für diesen Vorfall können und sich vorbildlich verhalten haben. Außerdem muss noch festgestellt werden, dass zu dieser Familie nicht alle gehören die Sosic heißen. Dieser Name ist in Brela sehr verbreitet.
Desweiteren empfehlen wir jedem deutschen, der in eine ähnliche Situation in Kroatien geraten sollte, sich sofort mit der deutschen Botschaft in Verbindung zu setzen. Wir möchten uns bei allen Bürgern von Brela, welche uns geholfen haben, der deutschen Botschaft, insbesondere bei Frau Daniela Weber, unserer Rechtsanwältin und der Direktorin des Tourismusverbandes des Kreises herzlichst bedanken! Den drei mutigen älteren Damen, welche gegen die Täter aussagten, möchten wir besonders danken!!! Diese Frauen bewiesen Zivilcourage in höchster Form !!!
Vielen Dank!
P.S.: Dass wir mit unseren Eltern in Urlaub fuhren war seit langem auch das erste Mal und entsprang eher einer spontanen Idee, da ich Semesterferien habe und mein Bruder zufällig für diese Zeit Urlaub hatte.
Die betroffene Familie
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